Integrierter Unternehmensbericht 2017
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UNSER NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT IN DEN AUSLANDSBÜROS: DAS GIZ-BÜRO BURUNDI SAMMELT ELEKTROSCHROTT ZUR WIEDERVERWERTUNG; IN NICARAGUA LEGT DAS LANDESBÜRO EINEN NEWSLETTER FÜR GESUNDHEIT UND ERNÄHRUNG AUF; UND IM GIZ-BÜRO INDONESIEN VERMITTELT EIN MASKOTTCHEN DIE GRUNDLAGEN INTEGREN VERHALTENS IN POTENZIELLEN KONFLIKTSITUATIONEN. DAS SIND NUR EINIGE BEISPIELE, DIE ZEIGEN, WIE WIR DAS THEMA NACHHALTIGKEIT IN ALL SEINEN FACETTEN WELTWEIT IN DIE TAT UMSETZEN.

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Entwickelt wurden lokale Aktionen wie diese mit dem Corporate Sustainability Handprint ®(CSH). Mit diesem GIZ-eigenen Managementinstrument messen unsere Auslandsbüros seit 2016 systematisch, wie sie zur unternehmerischen Nachhaltigkeit beitragen.

Während der ökologische „Fußabdruck“ Verbrauchszahlen etwa zu Wasser oder CO2-Emissionen erfasst, bildet der „Handabdruck“ die aktiven Beiträge zu Nachhaltigkeit ab: von Solaranlagen und Fahrgemeinschaften über Gesundheitsaufklärung bis zu angepassten Stellenausschreibungen mit besonderer Erwähnung von Frauen, Minderheiten und Menschen mit Behinderung.

DATEN SYSTEMATISCH ERFASSEN

Alle zwei Jahre erheben die Büros mit dem CSH ihre Nachhaltigkeitsdaten, etwa den Ausstoß von Kohlendioxid durch Dienstreisen, den Wasserverbrauch oder die Frauenquote in Führungspositionen.

Ein CSH-Team aus Beschäftigten vor Ort analysiert diese Ergebnisse. Dabei werden bei der Bewertung lokale Besonderheiten, wie zum Beispiel die leichte oder schwere Erreichbarkeit von Projektstandorten, mitberücksichtigt.

LOKAL ANGEPASSTE, EIGENE ZIELE SETZEN

Die Landes- und Projektbüros stecken sich im Anschluss lokal angepasste, eigene Ziele. Von kleineren Sofortmaßnahmen bis hin zur Entwicklung neuer Konzepte und Leitfäden geben die Selbstverpflichtungen vor, was in den nächsten zwei Jahren erreicht werden soll. Ob die Ziele erreicht wurden, wird mit dem nächsten CSH überprüft.

Ein wichtiges Element des CSH ist der Austausch von Best Practices aus den Ländern. Auf einer internen digitalen Plattform dokumentieren die Länderbüros ihren „Handabdruck“ in Sachen unternehmerische Nachhaltigkeit. Bei der sogenannten Peer Consultation tauschen sich zwei Länder mit ähnlichem regionalen Kontext und Portfolio über ihre Beispiele und Erfahrungen aus. Das inspiriert zur Nachahmung und fördert das gemeinsame Lernen in der GIZ.

KONTINUIERLICH VERBESSERN

2017 wurde der CSH evaluiert. Dabei zeigte sich neben viel positivem Feedback, dass die Landes- und Projektbüros ihn teilweise als zu komplex und zu aufwendig in der Anwendung sehen. Der CSH wird daher 2018 noch einmal überarbeitet und verschlankt, um unter anderem die Erfassung der CO2-Emissionen und Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

Bereits nach dem ersten turnusmäßigen Durchgang bis Ende 2016 wurde bei den Mitarbeitenden in den beteiligten Ländern ein deutlich gesteigertes Bewusstsein für Nachhaltigkeit erkennbar. Vor allem durch die Erhebung und Bewertung der Daten in Teams entstehen Diskussionen und kreative Ideen, wie Nachhaltigkeit Teil unserer Geschäftsprozesse werden kann. Insgesamt 779 Selbstverpflichtungen in unseren vier Nachhaltigkeitsdimensionen „Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Soziale Verantwortung, Ökologisches Gleichgewicht und Politische Teilhabe“ sind die lokalen CSH-Teams eingegangen. Alleine ein Drittel davon liegt in den Feldern Ressourceneffizienz, Reduktion der CO2-Emissionen und nachhaltiges Veranstaltungsmanagement.