UNSER GESCHÄFTSJAHR 2018
Auch im Geschäftsjahr 2018 haben unterschiedlichste Auftraggeber die GIZ mit der Umsetzung ihrer Aufträge betraut. Mit knapp 3 Milliarden Euro stieg unser Geschäftsvolumen um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr an (2017: 2,6 Milliarden Euro).
GESCHÄFTSVOLUMEN 2018
Rund 2,9 Milliarden Euro des Geschäftsvolumens stammen aus dem gemeinnützigen Geschäftsbereich (GnB), in dem die GIZ vor allem für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie für andere Deutsche Öffentliche Auftraggeber (DÖAG) tätig ist.
Die verbleibenden 109,3 Millionen Euro entfielen auf den steuerpflichtigen Geschäftsbereich International Services – ein Plus von 24 Prozent gegenüber 2017 (88 Millionen Euro). Über diesen Bereich haben internationale Institutionen wie die Europäische Union, die Vereinten Nationen, Regierungen weltweit, Stiftungen und international agierende Unternehmen die Möglichkeit, die GIZ direkt zu beauftragen.
ZUSAMMENARBEIT MIT DRITTEN
Miteinander können wir mehr bewegen. Deshalb war die Zusammenarbeit mit Firmen, Beratungsinstitutionen, Gutachtern und Übersetzern im Rahmen von Dienstleistungsverträgen auch im Jahr 2018 ein wichtiges Instrument zur Umsetzung unserer Aufträge. Das Vergabevolumen betrug insgesamt 696 Mio. Euro und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Dabei hat die Vergabe von Dienstleistungsverträgen durch die GIZ-Zentrale mit einem Volumen von 469 Mio. Euro um 11 Prozent zugenommen. In der Außenstruktur wurde mit einem Volumen von 227 Mio. Euro sogar ein Viertel mehr Verträge mit Dienstleistern geschlossen als im Vorjahr.
MEHR MITTEL IM WETTBEWERB
Die GIZ erwirbt ihre Mittel zunehmend im Wettbewerb der Ideen mit anderen öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen. So etwa die Mittel aus Sonderinitiativen, mit denen das BMZ besondere entwicklungspolitische Schwerpunkte setzt und damit auf spezifische Herausforderungen reagiert. In den letzten drei Jahren haben sich diese Einnahmen von 94 Mio. Euro auf 301 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Auch die 2018 angekündigte Sonderinitiative „Beschäftigung und Ausbildung“ wird die GIZ umsetzen.
KOFINANZIERUNGEN
Dass die GIZ als Durchführungsorganisation von vielen Auftraggebern geschätzt wird, zeigt auch die kontinuierliche Zunahme von Kofinanzierungen in den vergangenen Jahren. Kofinanzierungen sind von der GIZ für das BMZ oder andere Deutsche Öffentliche Auftraggeber durchgeführte Maßnahmen, bei denen Dritte wie die Europäische Union, UN-Organisationen oder Unternehmen zusätzliche Mittel bereitstellen oder eine Komponente der Maßnahme komplett oder teilweise finanzieren. Im Geschäftsjahr 2018 machten Kofinanzierungen 435 Millionen Euro der Gesamteinnahmen der GIZ aus und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent gestiegen. Alleine die Kofinanzierungen zu DÖAG-Projekten verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr von 25 Millionen Euro auf 53 Millionen Euro. Der größte Kofinanzierungsgeber war die Europäische Union, mit Einnahmen in Höhe von 309 Mio. Euro (Vorjahr: 245 Mio. Euro).
DEUTSCHE ÖFFENTLICHE AUFTRAGGEBER
Stand: 31. Dezember 2018
Einnahmen in Mio. €* | 2017 | 2018 |
---|---|---|
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit | 134 | 147 |
Auswärtiges Amt | 108 | 111 |
Kofinanzierungen** | 25 | 53 |
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie | 27 | 30 |
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat | 13 | 14 |
Übrige Bundesministerien | 7 | 8 |
Bundesministerium der Verteidigung | 4 | 8 |
EU-Twinning*** | 7 | 3 |
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft | 5 | 3 |
Bundesministerium der Finanzen | 1 | 1 |
Gesamt | 330 | 375 |