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Wir leben Vielfalt

Diversität ist in der GIZ gelebte Realität. Die Vielfalt von Ideen, Wissen, Perspektiven und Lebensentwürfen ist ein Erfolgsfaktor für unsere Arbeit weltweit.

Die GIZ hat im Oktober 2019 die Charta der Vielfalt unterschrieben, eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Mit der Unterzeichnung bekräftigt die GIZ ihre Überzeugung, dass Menschen mit verschiedenen Talenten, Fähigkeiten und persönlichen Lebenserfahrungen die gemeinsame Arbeit bereichern und befördern.

2021 haben wir unser Diversitätsverständnis veröffentlicht. Es dokumentiert unsere Haltung: Wir bekennen uns zu Vielfalt und stellen uns gegen jede Form von Diskriminierung. Unser Verständnis beinhaltet, neben der Nulltoleranz gegenüber jeder Form der Diskriminierung, die Förderung von Chancengleichheit, um die vorhandene Vielfalt für den unternehmerischen Erfolg zu nutzen. In unserem im Diversitätsverständnis enthaltenen Kodex definieren wir konkret, was wir unter einer respektvollen und wertschätzenden Unternehmenskultur verstehen und welches Verhalten wir von unseren Mitarbeitenden erwarten.

„Die GIZ ist ein diverses Unternehmen. Alle Menschen sollen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft haben. Die Diskussion um Diversität berührt daher in hohem Maße das Selbstverständnis der GIZ und verpflichtet uns zugleich, uns zu Diversität und ihren Dimensionen zu bekennen.“

Auszug aus dem Diversitätsverständnis der GIZ

Ein einheitliches Verständnis ist die Grundlage für ein diskriminierungsfreies Miteinander. Um es unternehmensweit zu verankern, haben wir 2021 die Stelle einer Diversitäts-Managerin geschaffen. Darüber hinaus haben wir unsere Stabsstelle Compliance & Integrität weiter gestärkt. Sie ist nun die zentrale Ansprechstelle für Beschwerden im Zusammenhang mit Diskriminierung und unserem Ethik- und Verhaltenskodex. Für Verdachtsfälle von sexuellem Fehlverhalten haben wir ein geschütztes Meldeverfahren auf dem GIZ-Hinweisgeberportal geschaffen. Die GIZ kommt damit ihren Verpflichtungen aus nationalen und internationalen Diversitätsrichtlinien und -gesetzen nach.

2021 fanden vielfältige Maßnahmen und Aktivitäten statt, unter anderem im September 2021 erneut die Diversity Week. Die Diversity Week 2021 stand unter dem Motto „Vielfalt verbindet – gelebte Diversität in der GIZ“. Knapp 50 Veranstaltungen mit mehr als 7.000 Teilnahmen wurden initiiert. Es wurde zu allen Dimensionen der Diversität informiert. Unter anderem gab es Events zu den Themen Lebensalter, Postkolonialismus, Dekolonialisierung von LGBTIQ*-Rechten, digitale Barrierefreiheit, Belonging, Religion in der GIZ, Genderidentität sowie Diversität und Nachhaltigkeit. Die Diversity Week wurde von einer Multi-Akteurs-Partnerschaft, bestehend aus dem Personalbereich, dem Büro des GIZ-Vorstands und Arbeitsdirektors Thorsten Schäfer-Gümbel, verschiedenen Mitarbeitendeninitiativen, den Gleichstellungsbeauftragten, der Genderbeauftragten sowie den Schwerbehindertenvertretungen, organisiert.

IN ZAHLEN

Während der Diversity Week wurden...

mehr als 50
Veranstaltungen

in 4
Sprachen

mit mehr als 7.000
Teilnahmen durchgeführt.

Weitere Maßnahmen waren unter anderem zahlreiche interne Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema Diversität, die Integration von Diversität in das Führungskräftefeedback sowie das Anbahnen von Schulungen zu Diversität für die gesamte Belegschaft. Diese sollen 2022 erstmalig durchgeführt werden.

SERBIEN: GENDER MATTERS

Geschlechtergerechtigkeit bleibt ein wichtiges Thema – in der Gesellschaft generell und für die GIZ. Das GIZ-Landesbüro in Serbien hat 2021 eine Themenwoche Gender organisiert. In einer ganzen Reihe von Workshops haben sich die Mitarbeitenden mit der grundsätzlichen Bedeutung von Gender-Aspekten beschäftigt und damit, was dies für ihre Arbeit und das Miteinander bedeutet. Dabei haben sie die gesetzlichen Vorgaben zu Gleichstellung und Diskriminierung in Serbien ebenso thematisiert wie die Standards in der GIZ. Die Teilnehmenden erfuhren auch, an wen sie sich wenden können, sollten sie im Rahmen ihrer Tätigkeit für die GIZ Erfahrungen mit Diskriminierung oder sexueller Belästigung machen.

Ein entscheidender Faktor für gelebte Diversität sind engagierte Mitarbeitende. Die GIZ kann sich auf ein breites Engagement stützen. Initiativen von Mitarbeitenden, wie die Cultural Diversity Initiative und das Regenbogennetzwerk, machen auf diskriminierende, historisch gewachsene Strukturen aufmerksam. Gemeinsam mit ihnen veranstaltet die GIZ eine jährliche Diversity Week. Der Einsatz wird gewürdigt: Die Cultural Diversity Initiative, ein Netzwerk aus Black, Indigenous und People of Color (BIPoC), hat 2021 den vom Sustainability Office der GIZ ausgerichteten Nachhaltigkeitswettbewerb in der Kategorie „Menschenrechte“ gewonnen.

Diversität in Zahlen

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 zählten zu den insgesamt 8.090 Beschäftigten der GIZ mit deutschem Arbeitsvertrag 60 Prozent Frauen – im Ausland beträgt der Frauenanteil knapp 48 Prozent, im Inland 66 Prozent. Auf Ebene der Bereichs- und Stabsstellenleitungen ist die Genderparität erreicht. Auf der Ebene Gruppenleitung, Clusterkoordination, Landesdirektion, Abteilungs- und Stabsstellenleitung hat sich der Frauenanteil seit 2014 kontinuierlich erhöht und liegt mittlerweile bei knapp 45 Prozent. Bei Koordinations- und Führungsaufgaben der Seniorpositionen zeigt sich ein ähnlicher Trend: Auch hier hat sich der Frauenanteil kontinuierlich erhöht und erreicht fast 50 Prozent. 2021 hat sich insgesamt in allen Führungspositionen der Frauenanteil erhöht. Insgesamt werden die Mitarbeiter*innen mit deutschem Arbeitsvertrag immer jünger: Das Durchschnittsalter der GIZ-Beschäftigten lag zum 31. Dezember 2021 bei 42,2 Jahren. Das Durchschnittsalter der Frauen beträgt 41,3 Jahre. Sie sind damit im Schnitt rund zwei Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen, deren Durchschnittsalter 43,6 Jahre beträgt.

Die Mitarbeiter*innen mit deutschem Arbeitsvertrag repräsentierten zum Stichtag 31. Dezember 2021 insgesamt 119 Nationen. EU-Angehörige machen den höchsten Anteil aus, innerhalb der EU wiederum Mitarbeiter*innen mit französischer (134) und österreichischer (96) Nationalität. Außerhalb der EU sind Mitarbeiter*innen mit britischer (49) und Schweizer Nationalität (45) am stärksten vertreten. Kolleg*innen mit kenianischer (27) und kamerunischer (23) Nationalität stellen die größte Gruppe mit Herkunft aus den Partnerländern. Mit Einführung der Inklusionsvereinbarung 2020 wurde in der GIZ ein besonderer Fokus auf die dauerhafte Teilhabe von Mitarbeiter*innen mit Behinderung gelegt. Zum 31. Dezember 2021 beträgt ihr Anteil 3,2 Prozent, das entspricht einem Zuwachs von 0,3 Prozent im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres 2021. Insgesamt 260 von 8.090 Kolleginnen und Kollegen haben einen Schwerbehindertengrad von mindestens 50 Prozent oder eine Schwerbehinderung mit anerkannter Gleichstellung.

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Sustainable Development Goals (SDGs):

Grafik: GIZ: SDG 5 Geschlechtergleichheit
Grafik: GIZ: SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Grafik: GIZ: SDG 10 Weniger Ungleichheiten

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Nachhaltigkeitsstandards:
GRI-Standard 2-6, 2-7, 405, 406; UNGC 6; DNK 14, 15, 16