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ERFAHRUNGEN TEILEN, QUALITÄT SICHERN

Unser Verständnis von Qualität

Für die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit unserer Arbeit spielt Qualität eine zentrale Rolle. Unser Verständnis von Qualität ist dabei an internationale Standards angelehnt. Darüber hinaus nutzen wir die Verfahren des Managementmodells Capacity WORKS, ergänzt durch Monitoring und Evaluierung. Unsere Arbeit unterliegt zudem regelmäßigen externen Prüfungen.

Qualität zeichnet sich aus durch positive Wirkungen. Unser Qualitätsverständnis ist außerdem geprägt durch:

  • auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Werte,
  • wirtschaftlich eingesetzte Ressourcen,
  • effiziente Steuerung,
  • erfüllte Regeln.


Jedes dieser Qualitätsmerkmale ist mit Verfahren, Instrumenten und Prozessen verbunden, die auf die entsprechenden Bedarfe ausgerichtet sind. In ihrer Gesamtheit sind sie im Qualitätshaus abgebildet, dem internen Referenzrahmen für das Qualitätsverständnis der GIZ.

Diagramm: Es gibt fünf Elemente, welche ein Haus bilden: a. Wirtschaftlich eingesetzte Ressourcen; b. Erfüllte Regeln; c. Positiv erreichte Wirkung; d. Effiziente Steuerung; e. Auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Werte.
Das Qualitätshaus der GIZ

Dezentrales Qualitätsmanagement

Unser Qualitätsmanagement und die dahinterliegenden Verfahren und Anforderungen sind dezentral verankert. Verantwortlich sind die jeweiligen Organisationseinheiten. Hauptakteure für die Qualität unserer Leistungserbringung in den Vorhaben sind die Auftrags- und Durchführungsverantwortlichen mit ihren Fach- und Führungskräften. Sie sind in besonderer Weise verpflichtet, die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen. Qualitätsmanagement ist eine Führungsaufgabe. Nichtsdestoweniger tragen selbstverständlich alle Mitarbeiter*innen mit ihrer täglichen Arbeit dazu bei. Denn Qualitätssicherung ist ein fortlaufender Prozess, der niemals endet.

Indem wir regelmäßig Mitarbeiter*innen, externe Stakeholder*innen und Auftraggeber*innen befragen, die Ergebnisse dieser Befragungen systematisch analysieren und darauf aufbauend Maßnahmen entwickeln, verbessern wir unsere Qualität kontinuierlich. Ein weiteres internes Qualitätsinstrument sind unternehmensstrategische Evaluierungen, die evidenzbasierte Entscheidungen, Veränderungen und Lernprozesse sowohl auf der strategischen als auch auf der operativen Ebene ermöglichen, um damit die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungserbringung sowie der Veränderungsprozesse des Unternehmens zu erhöhen.

Externe Qualitätskontrolle

Die GIZ unterliegt einer jährlichen externen Qualitätskontrolle durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das BMZ wählt 50 Vorhaben der GIZ stichprobenartig aus und überprüft ihre Qualität anhand spezifischer Kriterien. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einhaltung der BMZ-Vorgaben zu Planung und Durchführung dieser Vorhaben:

  • Einhaltung entwicklungspolitischer Vorgaben,
  • Zielsystem,
  • Angebotslegung und Berichterstattung,
  • Plausibilität des Instrumenteneinsatzes,
  • Wirtschaftlichkeit.


Die Qualitätskontrolle durch das BMZ ist deshalb wichtig, weil hier Prüfer*innen einen Blick von außen auf unsere Projekte werfen. Im Jahr 2021 fand die externe Qualitätskontrolle zum neunten Mal statt. Im Fokus standen dabei die Prüfkriterien Wirtschaftlichkeit und Zielsystem. GIZ und BMZ analysieren die Ergebnisse und besprechen eventuell notwendige weitere Schritte. Damit sichern wir ein gemeinsames Verständnis unserer Zusammenarbeit sowie eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung unserer Arbeit.

Lernen und Innovation

Die GIZ versteht sich als lernende Organisation. Das heißt, sie setzt Wissen und Lernprozesse zum einen für Innovation und die strategische Weiterentwicklung ihrer Leistungen ein, reflektiert darüber hinaus aber auch handlungsleitende Grundsätze, um sich agil auf wandelnde Rahmenbedingungen einstellen zu können. Dieser Ansatz ist einerseits in Capacity WORKS, unserem Management-Tool für die Steuerung und Durchführung unserer Aufträge, im Erfolgsfaktor „Lernen und Innovation“ verankert. Darüber hinaus wurde 2021 ein neuer Orientierungsrahmen für Wissensmanagement und Lernen in Zeiten digitaler Transformation entwickelt, der grundlegende Prozesse zur Schaffung, Verfügbarmachung und Nutzung von Wissen beschreibt und damit zeitgemäße Richtlinien zum individuellen und organisationalen Lernen vorgibt. Er betont die Aspekte Diversität, Transparenz und Vernetzung im Umgang mit Wissen und trägt damit zur Gestaltung einer Unternehmenskultur bei, in der das Teilen von Erfahrungen und das gemeinsame Entwickeln von Wissen im Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinweg zur Basis unseres Arbeitens wird.

Sichtbar wird dies unter anderem in den Angeboten zu Weiterbildung und Qualifizierung der Akademie für Internationale Zusammenarbeit, die Mitarbeiter*innen und Führungskräfte der GIZ beim Lernen unterstützen. Hier werden zunehmend Angebote des selbst gesteuerten, kollektiven und arbeitsplatznahen Lernens definiert, die Einzelne befähigen und zugleich eine Lernkultur im Unternehmen verankern.

Der Orientierungsrahmen wurde von der „Allianz Wissen und Lernen“ – einem agilen, bereichsübergreifenden Netzwerk zur Steuerung von Wissensmanagement und organisationalem Lernen – entwickelt. Er greift zentrale Elemente des strategischen Projekts „Kooperation und Führung“ (KuF) auf, das seit 2017 Lernen, Selbstreflexion und Kooperation im Unternehmen stärkt. Im Rahmen von KuF wurden vier Prinzipien für die Zusammenarbeit innerhalb der GIZ entwickelt, die heute Teil unseres Unternehmensleitbilds sind. Eines davon lautet „Experiment & Innovate“. Es steht für Mut zum Ausprobieren und zum Scheitern. Wir wollen aus Fehlern möglichst frühzeitig lernen, damit Zeit zum Richtungswechsel bleibt. In einer durch steigende Komplexität und rapide Beschleunigung gekennzeichneten Welt ist es manchmal unvermeidbar, dass bis dato erfolgreiche Ansätze nicht mehr funktionieren. Wichtig ist, sich dies einzugestehen.

„Experimentieren und Innovation“ stehen auch im Zentrum des Innovationsfonds, des GIZ-internen Call for Ideas, der seit 2017 jährlich ausgerufen wird. 2021 hatte der Innovationsfonds den Fokus „Build Back Better  –  Our contribution to a transformative recovery post COVID-19“. Hier wurden die besten Ideen gesucht für zukunftsweisende Beratungsansätze und Serviceleistungen zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungswege bei der Überwindung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekte der Covid-19-Krise.

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Sustainable Development Goals (SDGs):

Grafik: GIZ: SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Grafik: GIZ: SDG 12 Nachhaltige/-r Konsum und Produktion

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Nachhaltigkeitsstandards:
UNGC 1, 2; DNK 6, 14, 17