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Fokus Klimamanagement

Die GIZ arbeitet nach dem Grundsatz: Emissionen von Treibhausgas (THG) erst vermeiden, dann reduzieren und zuletzt kompensieren. Auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen erfassen wir THG-Emissionen systematisch. In Deutschland geschieht dies mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS im Ausland mit dem Corporate Sustainability Handprint® (CSH), einem eigens entwickelten Tool für das Nachhaltigkeitsmanagement der GIZ im Ausland.

In den letzten Jahren hat die GIZ ihre THG-Emissionen pro Mitarbeiter*in im Inland insgesamt reduziert. So wurden Neubauten nach den höchsten Standards der Energieeffizienz gebaut. An den Standorten in Deutschland wird fast ausschließlich Ökostrom verwendet. Der Verbrauch von konventionellem Strom resultiert aus den allgemein genutzten Flächen, wie beispielsweise des Empfangsbereichs oder des Fahrstuhls. Da die GIZ teilweise Gebäude anmietet, besitzt sie keinen vollumfänglichen Einfluss auf die Wahl der Stromprodukte. Durch den Ausbau der Fahrradinfrastruktur an den deutschen Standorten wurde die GIZ als fahrradfreundlicher Betrieb zertifiziert. Job- und Großkundenticket unterstützen darüber hinaus die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Bonn und Eschborn.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Reisen gehören zum Alltag der GIZ-Mitarbeiter*innen. Digitale Technologien wie Onlinekonferenzen können einen Teil ersetzen, aber nicht alle. Der persönliche Austausch ist für die wirkungsvolle Arbeit der GIZ in vielen Fällen unerlässlich. Auch hier gilt, Treibhausgas-Emissionen, wo immer möglich, zu vermeiden (Prüfung der Reisenotwendigkeit), zu reduzieren (klimafreundliche Gestaltung von Geschäftsreisen) und letztmöglich zu kompensieren. 

Seit 2013 ist die GIZ im Inland klimaneutral, alle Treibhausgas-Emissionen im Inland werden kompensiert: nicht nur die aus Pendlerverkehr und Flügen der Inlandsmitarbeiter*innen, sondern auch aus anderen Quellen wie Gasheizungen oder Emissionen aus Kältemitteln. Ab dem Jahr 2020 strebt die GIZ an, auch all ihre THG-Emissionen im Ausland zu kompensieren. 

2019 emittierte die GIZ in Deutschland
29.669 Tonnen Treibhausgase aus:

 

2.454 t

Gasheizungen, Kraftstoffen
der Dienstfahrzeuge,
Kältemitteln
und Generatoren

 

921 t

Strom,
Fernwärme
und Fernkälte

 

26.293 t

Pendlerverkehr,
Dienstreisen der Inlands-
mitarbeiter*innen

Im Ausland 115.586 Tonnen
Treibhausgase, davon:

 

86.254 t


Dienstreisen

Der Beitrag der GIZ zur Einsparung
von Treibhausgasen:

etwa

400.000

jährlich per Skype oder
Video durchgeführte
Konferenzen

Klimawirkungen der Projekte

Von der GIZ durchgeführte Vorhaben haben oft positive Auswirkungen auf den Klimaschutz, indem sie THG-Emissionen direkt oder indirekt mindern bzw. vermeiden, sowie auf die Anpassung an den Klimawandel. 2019 wurden durch GIZ-Projekte rund 32 Millionen Tonnen THG-Emissionen (CO2) direkt und indirekt reduziert oder vermieden, davon durch Vorhaben im BMZ-Auftrag 29,5 Millionen Tonnen. Diese Zahlen wurden im Rahmen einer unternehmensweiten Abfrage auf Basis einer Schätzmethode ex post erhoben. 

Durch die Installation von Solarpaneelen auf Dächern von Moscheen in Marokko etwa konnten konventionelle Energiequellen ersetzt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Beratung unserer Partnerländer bei der Verankerung langfristig angelegter nationaler Programme zur Förderung erneuerbarer Energien zur Stromgewinnung. Dadurch können mittelfristig indirekt signifikante Mengen an THG-Emissionen reduziert werden, wenn fossile Energieträger aus dem Netz genommen werden.

Doch auch die Arbeit der GIZ kann negative Auswirkungen auf das Klima haben, wenn sie direkt oder indirekt klimaschädliche THG-Emissionen generiert. Mögliche negative Klimawirkungen prüft die GIZ im Rahmen des Safeguards+Gender Managementsystems bereits vor einer Beauftragung. Projekte mit entsprechendem Risiko müssen eine vertiefte Klimaschutzprüfung durchführen und geeignete Maßnahmen erarbeiten, um erhebliche Emissionen zu vermeiden oder zu reduzieren.

Safeguards+Gender Managementsystem 

Grafik: GIZ: SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie
Grafik: GIZ: SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Grafik: GIZ: SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
Grafik: GIZ: SDG 15 Leben an Land

GRI-Standard 102-15, 305; UNGC 7, 8, 9; DNK 5, 13