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Unsere Strategie 2020–2022

Umsetzungsstark – heute und morgen

Das Umfeld der GIZ steht im Zeichen von Aufbruch und Wandel. Um den veränderten Rahmenbedingungen tatkräftig zu begegnen, haben wir im Jahr 2019 eine neue Unternehmensstrategie verabschiedet. Sie gilt ab 2020 für einen Zeitraum von drei Jahren, löst den letzten dreijährigen Strategiezyklus 2017–2019 ab und führt ihn zugleich in einigen Feldern fort.

Foto: GIZ IUB 2019 - Interview Dr. Nguyen Thanh

Dr. David Nguyen-Thanh, Abteilungsleiter Strategie, Risikomanagement und Politik, berichtet im Interview über das wichtigste Veränderungsprojekt der GIZ.

Das Interview mit Dr. Nguyen Thanh können Sie hier auch lesen.

Um unsere Aufgaben auch künftig gut erfüllen zu können, wollen wir insgesamt kooperativer, flexibler, schneller, agiler und noch digitaler werden. Die neue Strategie wird uns dabei helfen. Ihr Fokus lautet: Umsetzungsstärke von heute und morgen. In der Vergangenheit haben wir bereits bewiesen, dass wir Aufträge und Mandate zuverlässig und wirksam auch unter schwierigsten Bedingungen erfüllen können. Diese Stärke wollen wir bewahren und fortentwickeln.

In der neuen Strategie haben wir uns in den vier Handlungsfeldern Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Geschäftsentwicklung sowie Kompetenzen und Allianzen fünf Ziele gesetzt. Die Handlungsfelder bleiben aus der letzten Strategie bestehen.

Handlungsfeld

Wirksamkeit

Ziel 1:
Wir übersetzen politische Anforderungen schnell und sichtbar in wirksame Lösungen.

Handlungsfeld

Geschäftsent-
wicklung

Ziel 2:
Wir stärken unsere Marktposition durch daten- und technologiebasierte Leistungen.

Handlungsfeld

Kompetenzen
und Allianzen

Ziel 3:
Wir mobilisieren interne und externe Expertise schneller und steuern effektiver.
 

Handlungsfeld

Wirtschaft-
lichkeit

Ziel 4:
Wir digitalisieren unsere internen Geschäftsprozesse und machen sie dadurch effizienter.

Ziel 5:
Wir schaffen bedarfsorientierte Umsetzungsstrukturen, die effiziente und schnelle Leistungen über Organisationseinheiten hinweg ermöglichen.

Wir haben vier Fokusprojekte eingerichtet, um die strategischen Ziele zu erreichen. Sie decken die Bereiche daten- und technologiebasierte Leistungen, passende Expertise, digitalisierte Prozesse und neue Umsetzungsstrukturen ab.

Grafik: GIZ Strategiehaus AufbauGrafik: Strategiehaus mit Link
Foto: Dr. Nguyen Thanh

Die neue Unternehmensstrategie der GIZ

Dr. David Nguyen-Thanh, Abteilungsleiter Strategie, Risikomanagement und Politik, berichtet im Interview über das wichtigste Veränderungsprojekt der GIZ.

Was ist das Besondere an der neuen GIZ-Strategie?

Das Besondere an der neuen Unternehmensstrategie ist, dass sie sich auf das Wesentliche konzentriert: unsere Umsetzungsstärke. Darunter verstehen wir die Fähigkeit, anspruchsvolle Aufträge auch unter schwierigsten Bedingungen schnell, wirksam und nachhaltig umzusetzen. Diese Stärke wollen wir uns bewahren und ausbauen. Auf bisherigen Erfolgen können wir uns nicht ausruhen. Unsere Prozesse und Strukturen stoßen an Grenzen. Sie an die neuen Herausforderungen anzupassen, das ist das Ziel und dazu hilft uns die Strategie.

Welche äußeren Faktoren haben die Strategie beeinflusst?

Unsere Welt wandelt sich rasch. Das hat die Corona-Krise uns allen noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt. Sie bestätigt, was wir schon seit Jahren beobachten: Die Erwartungen unserer Auftraggeber steigen. Wir sollen Projekte schneller aufsetzen, umsetzen und wieder beenden. Wir sollen in schwierigen Kontexten gute Ergebnisse erzielen und die Projekte wirtschaftlich und nachvollziehbar gestalten. Das bedeutet für uns, die Aufträge werden weniger berechenbar und das Portfolio heterogener. Eine Zahl veranschaulicht das sehr deutlich: Die Hälfte unserer Kolleginnen und Kollegen im Ausland arbeitet heute bereits in Krisen- und Konfliktregionen. Kurzum, die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit werden komplexer.

Wie möchte sich die GIZ konkret verändern?

Wir möchten flexibler, agiler und digitaler werden. Um das zu erreichen, haben wir uns konkrete Ziele gesetzt. Wir möchten mehr und auch stärker auf unsere Auftraggeber zugehen, um ihre Anforderungen besser zu verstehen. Wir wollen uns digital stärken und neue Leistungsangebote entwickeln. Wir werden unsere Prozesse optimieren und unsere Strukturen vor Ort neu aufstellen. Und schließlich wollen wir die Expertise dort mobilisieren, wo wir sie brauchen. Die Strategie ist damit das wichtigste Veränderungsprojekt der GIZ.

Welche Faktoren sind wichtig, um die Strategie erfolgreich umzusetzen?

Auch hier sind Agilität und Flexibilität wichtig, gerade weil wir in einem Umfeld arbeiten, das sich permanent wandelt. Was bedeutet das? Wir wollten uns gerade nicht einen starren Strategieplan aufschreiben und ihn nach Schema F umsetzen. Wir haben die Zielrichtung formuliert und wir lassen uns an Kennzahlen messen. Entscheidend ist aber, offen zu bleiben und auf Veränderungen zu reagieren. Ein zweiter wichtiger Faktor für den Erfolg der Strategie ist eine ausgeprägte Kooperationskultur. Gemeinsam an Lösungen arbeiten, experimentieren und auch Neues ausprobieren: Das ist entscheidend, um die Strategie mit Leben zu füllen. Das wollen wir machen, damit wir unsere größte Stärke, das Umsetzung von Projekten weltweit, auch künftig in Wert setzen können.