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Mobilität wird ökologischer

Die GIZ hat sich zum Ziel gesetzt, ihr ökologisches Gleichgewicht als eine der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit zu verbessern. Ein wichtiger Beitrag dazu ist die Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen (THG) durch ein verändertes Verhalten beim Pendeln und bei Dienstreisen. Dazu hat die GIZ im Jahr 2020 die Mitarbeitenden an den Standorten Berlin, Bonn und Eschborn befragt. Ziel war es, eine Datenbasis für die Berechnung der Emissionen zu schaffen, die bis 2020 bei den Fahrten zum Arbeitsplatz entstanden. Außerdem ging es darum, sich ein Bild von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Mobilität zu machen und Mobilitätsgewohnheiten abzufragen, um die Infrastruktur an den Standorten besser planen zu können, etwa mit Blick auf Fahrradstellplätze und Ladesäulen für Elektroautos.

Eines der zentralen Ergebnisse: Die THG-Emissionen durch den Pendlerverkehr der GIZ-Mitarbeitenden in Deutschland gingen 2019 um 18 Prozent im Vergleich zu 2017 zurück – obwohl die Zahl der Beschäftigten stieg. Dies wurde vor allem durch das mobile Arbeiten möglich, das in der Gesamtbetriebsvereinbarung „Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort“ seit Januar 2019 – und damit schon vor Ausbruch der Pandemie – einheitlich geregelt ist. 

Erwartungsgemäß hat die Corona-Pandemie den Trend zum mobilen Arbeiten weiter verstärkt. Während die Beschäftigten vorher im Durchschnitt einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiteten, waren es seit Beginn der Pandemie vier Tage. 

Auch ein Umstieg vom Auto aufs Rad spart Emissionen – die GIZ ermutigt ihre Mitarbeiter*innen zum Wechsel. Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management B.A.U.M. e.V. hat der GIZ auch 2020 mit zwei entsprechenden Zertifizierungen bescheinigt, „FAHRRAD-fit“ zu sein. Bereits 2012 und 2018 war der Bonner Standort Friedrich-Ebert-Allee zertifiziert worden. 2020 folgten die 2018 errichteten Gebäude Campus Kottenforst in Bonn-Röttgen und Campus Bonn. Die GIZ unterstützt ebenso die Nutzung des ÖPNV, etwa indem sie in Bonn und Eschborn Jobtickets oder ähnliche Angebote fördert.

Foto: Eine Frau steht in einer großen Halle neben einer Hebebühne für Fahrräder. Ein Fahrrad ist darauf in die Höhe gehoben worden.
Gelobt wurden unter anderem die überdachten, wetter- und diebstahlgeschützten Fahrradstellplätze, die modernen Duschräume und Spinde sowie die Möglichkeiten zum Trocknen nasser Kleidung. Außerdem können Akkus von Elektrofahrrädern kostenlos geladen werden und 20 Firmenfahrräder stehen für kurze dienstliche Wege zur Verfügung.
(© GIZ / Deniss Kacs)

Die Landesbüros – Beispiel Namibia

Die Landesbüros berichten mit Hilfe des Corporate Sustainability Handprint® (CSH), wie sie ihren ökologischen Fußabdruck verkleinert haben, und stoßen immer neue Initiativen dazu an. Das Landesbüro in Namibia etwa hat eine landesweite Umfrage unter seinen Mitarbeiter*innen durchgeführt, um Potenziale für ökologische Nachhaltigkeit in Zeiten der Corona-Pandemie zu ermitteln. Dazu gehörte die Frage, inwieweit die Mitarbeitenden der einzelnen Projekte die Möglichkeit haben, ihre Flugreisen im Rahmen des jeweiligen Vorhabens in den nächsten Jahren zu reduzieren. Aus den Angaben wurde ein Mittelwert von 6 Prozent errechnet, der in Namibia nun als Ziel für die Senkung der Treibhausgasemissionen durch Flugreisen dient. 

In Zahlen

Die GIZ hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland zu ihren Mobilitätsgewohnheiten befragt. Die Erhebung von 2020 brachte unter anderem folgende Ergebnisse:

Grafik: Um 18 Prozent sind die Treibhausgasemissionen im Pendelverkehr der GIZ 2019 gegenüber 2017 zurückgegangen – trotz steigender Zahl der Mitarbeiter*innen.
Grafik: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten (55 Prozent) will in Zukunft etwa 30 bis 50 Prozent der innerdeutschen Dienstreisen durch virtuelle Treffen ersetzen.

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Sustainable Development Goals (SDGs):

Grafik: GIZ: SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu folgenden Nachhaltigkeitsstandards:
GRI-Standard 305; UNGC 8, 9; DNK 13